Für die Hater
„Europacup ist nicht so Mainz“: Ein 1:6 beim RSC Anderlecht (2015) ist Mainz‘ schlimmste Pleite in einem Europapokalspiel. Bitter: Die Mainzer holen neun Punkte, diese Ausbeute hätte in acht der zwölf Vorrundengruppen zum Weiterkommen gereicht. In Frankfurt amüsiert man sich über das ,,Aus“ des Erzrivalen vom Rhein köstlich: ,,Europacup ist nicht so Mainz“, ist auf einem Plakat in der Commerzbank-Arena zu lesen.
Mainz fehlt ein Tor! Das 4:1 bei Eintracht Braunschweig am 34. Spieltag der 2. Bundesliga-Saison 2002/03 wird wohl kein Mainzer Fan jemals vergessen. Die Mainzer verpassen den Aufstieg um ein Tor. Nutznießer ist der Erzrivale Eintracht Frankfurt, der sich in der dritten Minute der Nachspielzeit im Parallelspiel gegen Absteiger SSV Reutlingen durch den Treffer von Alexander Schur zum 6:3 dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz an den Rheinhessen vorbeischiebt. Jürgen Klopp und sein Team verfolgen das Drama per Handy und fallen im Stadion an der Hamburger Straße innerhalb weniger Minuten ins Tal der Tränen.
Meister – und doch kein Aufstieg! Fast wäre die Ära des ,,Karnevalsvereins“ im bezahlten Profi-Fußball schon viel früher losgegangen. In der 1978 eingeführten Amateur-Oberliga Südwest holen die ,,Null-Fünfer“ 1980/81 erstmals die Meisterschaft. Trotzdem steigen sie nicht auf, weil gerade in jener Saison die 2. Bundesliga auf eine Staffel reduziert wird und der Aufstieg in die Zweitklassigkeit deshalb ausgesetzt ist. Danke, DFB!
Bayern-Bilanz: Minus 53, das ist die Tor-Differenz des FSV Mainz 05 in den Duellen gegen den großen FC Bayern München (bis Ende der Hinrunde der Saison 2019/20). Gegen keinen anderen Klub müssen die Rheinhessen mehr Gegentreffer hinnehmen. Gegen den Rekordmeister kassieren sie am 17. März 2019 auch die bis dahin höchste Niederlage ihrer Bundesliga-Geschichte: 0:6 in der Allianz Arena, ehe sie am 1. November 2019 bei RB Leipzig gar mit 0:8 untergehen. Auch zu Hause kann Mainz 05 gegen die Münchner selten jubeln: zehn von 13 Liga-Spielen (Stand: Juli 2019) werden am Bruchweg und in der neuen Arena verloren…
Höchste Auswärtsniederlage in einem Derby: Die höchste Auswärtsniederlage in einem Derby kassieren die Mainzer in der 2. Bundesliga in der Saison 1988/89. Am 37. Spieltag verliert man beim SV Darmstadt 98 mit 7:0.

Dumm nur: Am letzten Spieltag der Saison 1996/97 reist Mainz zum VfL Wolfsburg. Es ist ein Endspiel um den dritten Aufsteigerplatz. Dumm nur, dass der VfL einen Punkt mehr hat und Mainz gewinnen muss. Immerhin sieben Minuten wähnt sich der FSV nach Sven Demandts 1:0 im Oberhaus, dann schlägt der VfL zurück und zieht auf 3:1 davon. Mainz kommt auch dank eines Klopp-Treffers wieder auf 3:3 heran, obwohl der FSV nach einem Platzverweis von Steffen Herzberger (41.) in Unterzahl spielt. Am Ende setzen sich die größeren Kraftreserven der „Wölfe“ durch. Nach dem hochdramatischen 5:4 steigt der VfL in die Bundesliga auf, während Mainz noch sieben Jahre warten muss.
Rang 19: Die schlechteste Saison im Profi-Fußball legt Mainz 05 in der Premieren-Spielzeit 1988/89 hin. Unter Coach Robert Jung, der das Team aber postwendend in die 2. Liga zurückführt (,,Das war ein Husarenritt“), gibt es im ,,Unterhaus“ mit Rang 19 die schlechteste Platzierung in der 1. oder 2. Liga.
Die Chroniken von 2006/07: Wer Mainz nicht mag, bleibt in den Chroniken sicher gern auch in der Saison 2006/2007 hängen. Die Abstiegssaison aus der Bundesliga bringt…
Die schlechteste Punkt-Ausbeute in der Bundesliga: 34 Punkte bedeuten Rang 16, den direkten Abstieg und damit die schwächste Bilanz von Mainz 05 in der Bundesliga. Dabei gewinnen die Mainzer in der Hinrunde nur am 1. Spieltag, eine Serie von 16 sieglosen Spielen folgt (Vereinsrekord).
Die schlechteste Tor-Differenz in der Bundesliga: Minus 23 – in dieser Saison gilt: ,,Abwehr ist nicht so Mainz“.
Die höchste Heimniederlage in der Bundesliga: Mit 1:6 verliert Mainz am 9. Spieltag gegen Werder Bremen. Mit dem gleichen Ergebnis hat man zuvor am 10. Spieltag in der Saison 1988/89 in der 2. Bundesliga gegen den SV Meppen verloren.
0:8 in Leipzig: Die größten Peinlichkeiten, die nicht mehr als Karnevals-Scherze durchgehen können, leisten sich die Mainzer im November 2019 in Leipzig (0:8) und in ihrer ersten Zweitliga-Saison 1988/89 – 0:7 beim SV Darmstadt 98.