1:6 in Anderlecht 2015 — Mainz' schwärzester Europacup-Abend
Neun Punkte hätten in acht von zwölf Gruppen gereicht — die Klatsche in Belgien beendet trotzdem das Mainzer Europa-Abenteuer.
„Europacup ist nicht so Mainz“: Ein 1:6 beim RSC Anderlecht (2015) ist Mainz‘ schlimmste Pleite in einem Europapokalspiel. Bitter: Die Mainzer holen neun Punkte, diese Ausbeute hätte in acht der zwölf Vorrundengruppen zum Weiterkommen gereicht. In Frankfurt amüsiert man sich über das ,,Aus“ des Erzrivalen vom Rhein köstlich: ,,Europacup ist nicht so Mainz“, ist auf einem Plakat in der Commerzbank-Arena zu lesen.
Braunschweig 2003: Aufstieg um ein Tor verpasst
Mainz gewinnt 4:1 in Braunschweig, doch Frankfurt schießt in der Nachspielzeit das 6:3 — und schiebt sich per Tordifferenz an Klopps Team vorbei.
Mainz fehlt ein Tor! Das 4:1 bei Eintracht Braunschweig am 34. Spieltag der 2. Bundesliga-Saison 2002/03 wird wohl kein Mainzer Fan jemals vergessen. Die Mainzer verpassen den Aufstieg um ein Tor.
Nutznießer ist der Erzrivale Eintracht Frankfurt, der sich in der dritten Minute der Nachspielzeit im Parallelspiel gegen Absteiger SSV Reutlingen durch den Treffer von Alexander Schur zum 6:3 dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz an den Rheinhessen vorbeischiebt. Jürgen Klopp und sein Team verfolgen das Drama per Handy und fallen im Stadion an der Hamburger Straße innerhalb weniger Minuten ins Tal der Tränen.
Meister 1980/81 — und trotzdem kein Aufstieg
Mainz holt erstmals die Oberliga-Südwest-Meisterschaft, doch der DFB reduziert die 2. Liga und setzt den Aufstieg aus.
Meister – und doch kein Aufstieg! Fast wäre die Ära des ,,Karnevalsvereins“ im bezahlten Profi-Fußball schon viel früher losgegangen. In der 1978 eingeführten Amateur-Oberliga Südwest holen die ,,Null-Fünfer“ 1980/81 erstmals die Meisterschaft.
Trotzdem steigen sie nicht auf, weil gerade in jener Saison die 2. Bundesliga auf eine Staffel reduziert wird und der Aufstieg in die Zweitklassigkeit deshalb ausgesetzt ist. Danke, DFB!
Bayern-Bilanz: Tordifferenz minus 53
Gegen keinen Gegner kassiert Mainz mehr Gegentore als gegen den Rekordmeister — 0:6 in München 2019 inklusive.
Bayern-Bilanz: Minus 53, das ist die Tor-Differenz des FSV Mainz 05 in den Duellen gegen den großen FC Bayern München (bis Ende der Hinrunde der Saison 2019/20). Gegen keinen anderen Klub müssen die Rheinhessen mehr Gegentreffer hinnehmen. Gegen den Rekordmeister kassieren sie am 17. März 2019 auch die bis dahin höchste Niederlage ihrer Bundesliga-Geschichte: 0:6 in der Allianz Arena, ehe sie am 1. November 2019 bei RB Leipzig gar mit 0:8 untergehen.
Auch zu Hause kann Mainz 05 gegen die Münchner selten jubeln: zehn von 13 Liga-Spielen (Stand: Juli 2019) werden am Bruchweg und in der neuen Arena verloren…
0:7 in Darmstadt 1989 — höchste Derby-Niederlage
Am 37. Spieltag der Zweitliga-Saison 1988/89 zerlegt der SV Darmstadt 98 die Mainzer mit 7:0.
Höchste Auswärtsniederlage in einem Derby: Die höchste Auswärtsniederlage in einem Derby kassieren die Mainzer in der 2. Bundesliga in der Saison 1988/89. Am 37. Spieltag verliert man beim SV Darmstadt 98 mit 7:0.
Endspiel in Wolfsburg 1997: 4:5 und kein Aufstieg
Sieben Minuten lang ist Mainz erstklassig — dann dreht der VfL das Spiel und steigt nach 5:4 selbst auf.
Dumm nur: Am letzten Spieltag der Saison 1996/97 reist Mainz zum VfL Wolfsburg. Es ist ein Endspiel um den dritten Aufsteigerplatz. Dumm nur, dass der VfL einen Punkt mehr hat und Mainz gewinnen muss.
Immerhin sieben Minuten wähnt sich der FSV nach Sven Demandts 1:0 im Oberhaus, dann schlägt der VfL zurück und zieht auf 3:1 davon. Mainz kommt auch dank eines Klopp-Treffers wieder auf 3:3 heran, obwohl der FSV nach einem Platzverweis von Steffen Herzberger (41.) in Unterzahl spielt. Am Ende setzen sich die größeren Kraftreserven der „Wölfe“ durch.
Nach dem hochdramatischen 5:4 steigt der VfL in die Bundesliga auf, während Mainz noch sieben Jahre warten muss.
Premierensaison 1988/89: Rang 19 als Profi-Tiefpunkt
Die schlechteste Platzierung der Vereinsgeschichte in Liga eins oder zwei steht direkt zum Zweitliga-Debüt.
Rang 19: Die schlechteste Saison im Profi-Fußball legt Mainz 05 in der Premieren-Spielzeit 1988/89 hin. Unter Coach Robert Jung, der das Team aber postwendend in die 2. Liga zurückführt (,,Das war ein Husarenritt“), gibt es im ,,Unterhaus“ mit Rang 19 die schlechteste Platzierung in der 1. oder 2. Liga.
Saison 2006/07: Der Bundesliga-Abstieg unter Klopp
Nach drei Erstliga-Jahren steigt Mainz 05 unter Jürgen Klopp 2006/07 wieder ab — eine Saison, an die Hater gern erinnern.
Die Chroniken von 2006/07: Wer Mainz nicht mag, bleibt in den Chroniken sicher gern auch in der Saison 2006/2007 hängen. Die Abstiegssaison aus der Bundesliga bringt…
34 Punkte: Schwächste Bundesliga-Bilanz von Mainz 05
Nach dem Auftakt-Sieg folgen 16 sieglose Spiele am Stück — Vereinsrekord, und am Ende der direkte Abstieg.
Die schlechteste Punkt-Ausbeute in der Bundesliga: 34 Punkte bedeuten Rang 16, den direkten Abstieg und damit die schwächste Bilanz von Mainz 05 in der Bundesliga. Dabei gewinnen die Mainzer in der Hinrunde nur am 1. Spieltag, eine Serie von 16 sieglosen Spielen folgt (Vereinsrekord).
Tordifferenz minus 23 — Bundesliga-Negativrekord
„Abwehr ist nicht so Mainz“: Minus 23 Tore markieren die schlechteste Differenz der Klub-Geschichte im Oberhaus.
Die schlechteste Tor-Differenz in der Bundesliga: Minus 23 – in dieser Saison gilt: ,,Abwehr ist nicht so Mainz“.
1:6 gegen Bremen — höchste Bundesliga-Heimpleite
Am 9. Spieltag zerlegt Werder die Mainzer zu Hause mit 1:6 — dasselbe Ergebnis wie 1988/89 gegen Meppen in der 2. Liga.
Die höchste Heimniederlage in der Bundesliga: Mit 1:6 verliert Mainz am 9. Spieltag gegen Werder Bremen. Mit dem gleichen Ergebnis hat man zuvor am 10. Spieltag in der Saison 1988/89 in der 2. Bundesliga gegen den SV Meppen verloren.
0:8 in Leipzig 2019 — Mainz' höchste Bundesliga-Pleite
Im November 2019 fertigt RB Leipzig die Mainzer mit 0:8 ab — gleichauf mit dem 0:7 in Darmstadt 1988/89.
0:8 in Leipzig: Die größten Peinlichkeiten, die nicht mehr als Karnevals-Scherze durchgehen können, leisten sich die Mainzer im November 2019 in Leipzig (0:8) und in ihrer ersten Zweitliga-Saison 1988/89 – 0:7 beim SV Darmstadt 98.
M05 im Liga-Vergleich
Krisensaisons unter Beierlorzer, Lichte und Svensson
Die Saison 2020/21 beginnt desaströs.
Saison 2020/21: Abstiegskampf bis Bo Svensson übernimmt
Nach Beierlorzers Entlassung führt Jan-Moritz Lichte Mainz auf den vorletzten Platz — erst Svensson dreht die Saison.
Unter Trainer Jan-Moritz Lichte, der die Nachfolge des entlassenen Achim Beierlorzer antritt, stürzt Mainz in den Abstiegskampf. Am 17. Spieltag steht der Verein auf dem vorletzten Platz. Erst die Ankunft von Bo Svensson dreht die Saison. Auch 2023/24 wird es ungemütlich — Mainz rettet sich nur knapp vor dem Abstieg.
M05 — Financial Stability Score
Mainz ist ein kleiner Freiburg: Hohe EK-Quote, niedrige Schulden, positive Transferbilanz. Die PK-Quote (55,3%) ist der Schwachpunkt — aber bei 52% EK-Quote kann Mainz das verkraften.