Als Johannes Kaluza im Juni 2017 zum Nachfolger von Harald Strutz und neuen Chef von Mainz 05 gewählt wird, jubeln die Mainzer Ultras. Im Winter 2017 ist jede Euphorie gewichen. Weniger als sechs Monate hat der Neue gebraucht, um sich als „ungeeignet“ für das Amt als „Cheffe“ zu entpuppen.\n\nDer gesamte Vorstand ist gegen ihn.
Schon zweimal hat man ihn bis November 2017 zum Rücktritt aufgefordert. Ein Höhepunkt: Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins stellt Kaluza seine „Nicht-Bezahlung“ in den Mittelpunkt seiner Rede.\n\n15 Minuten lang. Dabei ist er angetreten, ehrenamtlich zu arbeiten?
Doch plötzlich verlangt er Honorar und einen Dienstwagen.\n\nDer Aufsichtsrat genehmigt ihm 3.000 Euro. 20.000 Euro weniger als seinem Vorgänger. Zum Nikolaustag 2017 tritt Kaluza zurück.\n\nIn einem offenen Brief formuliert er: „Der gute Ruf des 1. FSV Mainz 05 als sympathischer, familiärer Klub darf nicht in Zweifel gezogen werden.
Und in einer sportlich angespannten und auch wirtschaftlich herausfordernden Situation unseres Klubs dürfen nicht Nebenkriegsschauplätze in den Mittelpunkt rücken und Kräfte binden, die wir für unseren gemeinsamen Erfolg brauchen.“