Akte 1. FSV Mainz 05
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Momente Dramatische Wendepunkte

Bruchbude am Bruchweg: vom freiwilligen Abstieg 1976 zur Bundesliga

Mainz spielt jahrzehntelang im Schatten des 1. FC Kaiserslautern — 1976 gibt der Klub die Zweitligalizenz freiwillig zurück.

Ein typischer Klopp. Wie kaum ein anderer versteht es der Motivationskünstler, das mitunter brutale Fußball-Business mit feinsinnigem Humor zu brechen. Gemeinsam mit Christian Heidel („Wir waren in der 2. Liga die graueste Maus unter den grauen Mäusen“) hat er einen Klub in die Bundesliga geführt, der selbst in Rheinland-Pfalz lange keine große Nummer ist.\n\nIm Schatten des beinahe kultisch verehrten 1. FC Kaiserslautern tut sich jeder Verein zwischen Rhein und Mosel schwer, etwas Popularität abzubekommen.

In der Landeshauptstadt Mainz ist lange sehr viel unternommen worden, um die Anziehungskraft des FSV zu steigern. Den „Pappnasen“, wie der Verein in der Stadt genannt wird, fehlt es an Geld, um eine schlagkräftige Mannschaft in die Bruchbude am Bruchweg zu bringen.\n\nAuf Kriegstrümmern erbaut, ist das Stadion lange eine unansehnliche, stimmungslose Anlage mit dem Flair eines Bezirkssportplatzes. Dazu kommen finanzielle Turbulenzen – Mainz 05 droht mehrfach der Auszugsmarsch aus dem Profifußball.

1976 gibt man sogar die Zweitligalizenz zurück und steigt freiwillig ab.

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